Über mein mentales Wesen im Spitzensport

Ich war im Kickboxen, im Armwrestling und im Boxen immer der Schnellste in meiner Klasse. Gerade im Kickboxen und im Armwrestling war ich auch sehr kreativ im Entwickeln von neuen Techniken und Trainingsmethoden.

Im Profiboxen war das schwieriger. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich über längere Zeit einen Trainer. Zudem hatte ich nie zuvor als Amateur geboxt. Dennoch blieb ich als Profi ungeschlagen, wenn auch nur in fünf Kämpfen. Wirklich boxen gelernt habe ich erst nach meinem letzten Fight in Italien. Doch alle terminierten Titelkämpfe um die Deutsche Meisterschaft im Schwergewicht fielen letztendlich ins Wasser. So legte ich schließlich den Fokus auf den Aufbau meines Sportstudios.

Es kommt irgendwann immer ein Gegner, der schneller, stärker oder technisch besser ist.

Meine zwei größten Stärken liegen im mentalen Bereich. Ich beziehe das jetzt einmal konkret auf meinen bevorstehenden Boxkampf.

Ich kann in meinem Gegner lesen wie in einem offenen Buch. In seiner Haltung, in seiner Atmung, in seinen Augen und in seinen Bewegungen. Allein das verleiht mir ein Gefühl der Gelassenheit inmitten einer so enormen Herausforderung wie am 28 Oktober 2017.

Irgendwann habe ich erkannt, dass es mir als Wettkämpfer nicht nur darum geht, selbst das Bestmögliche zu geben, sondern den Gegner über meine mentale Kraft einem Teil seiner Kraft zu entledigen. Das empfinde ich im Sinne des Sports als äußerst spannend.

Und genau dieser Psychoterror mit dem Fokus auf meinen Gegner hat soeben begonnen. Das Ganze dennoch mit Liebe und Respekt. Wir werden beide daran wachsen. Ganz gleich wie der Kampf verläuft.

Will mich jemand schlagen, muss er seine bisherigen Grenzen sprengen. Schafft er das, bin ich der erste, der ihm gratuliert.

Mit Freude und Respekt
Harald Edel

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